Maulwurf oder Wühlmaus

Sowohl der Maulwurf als auch die Wühlmaus können in Ihrem Garten schaden anrichten. Doch worin unterscheiden sich die Tiere eigentlich? Wie erkennen ich ob ich es mit Maulwurf oder Wühlmaus zu tun habe? Wenn Sie einen den Plagegeister in Ihrem Garten vermuten ist es wichtig zu wissen mit wem Sie es zu tun haben. Wo liegt also der Unterschied?

Fangen wir mit dem offensichtlichen an, dem Aussehen der Tiere. Eine Wühlmaus ist leicht zu erkennen. Sie entspricht ungefähr dem, was wir uns vorstellen, wenn wir an eine normale Maus denken. Wer sich da nun auch nicht auskennt hat vermutlich ein Problem. Dabei ist das ganz einfach. Eine Maus hat ein Gesicht mit zwei Knopfaugen, einer spitzen Schnauze und sichtbaren Ohren.

Das Gesicht des Maulwurfs besteht nur aus Nase und Mund. Man sieht weder Augen noch Ohren. Ja, der Maulwurf hat beides. Allerdings gut versteckt unter seinem Fell, das vor Schmutz schützt. Was auch Sinn macht, wenn man den Großteil seines Lebens unter der Erde verbringt. Was beim Maulwurf außerdem sofort ins Auge sticht, sind die großen Hände, die man eindeutig als Schaufeln identifizieren kann. Mit diesen Werkzeugen gräbt sich der Maulwurf durch den Boden.

Die Speisekarte von Maulwurf und Wühlmaus

Ein weiteres Indiz für die Art des Schädlings ist die Art der Nahrungsaufnahme. Maulwürfe sind nämlich Fleischfresser. Würmer, Asseln und Käfer gehören zu ihrem Lieblingsgericht. Der Maulwurf frisst Pflanzen weder an der Oberfläche noch schädigt er unterirdisch die Wurzeln. Wenn Sie also Wurzelfraß feststellen, können Sie den Maulwurf schon mal als Täter ausschließen. Allerdings besteht durchaus die Möglichkeit, dass Maulwurftunnel den Aufenthalt der Wühlmaus begünstigen.

Die Wühlmaus nutzt die Gänge des Maulwurfs ganz gerne um sich in ihnen Fortzubewegen. Und dann kann es passieren, dass die Wühlmaus aus dem Maulwurftunnel Ihre Pflanzen von unten verstümmelt.

Denn die Wühlmaus ist in der Tat ein Nagetier. Und sie nagt gerne an Wurzeln und kann so großen Schaden anrichten. Neben Wurzeln knabbert die Wühlmaus auch gerne an Blumenzwiebeln und Kartoffeln im Garten. Sie wird sich aber überwiegend an Ihrem Rasen zu schaffen machen und Grashalme und Stängel futtern.

Das Ergebnis dieses Verhaltens sind kleine Pfade die Sie in Ihrem Rasen feststellen können. Wenn Sie im Rasen ein Wegenetz aus verdorrten Grashalmen vorfinden, ist das ein eindeutiger Hinweis auf die Anwesenheit einer Wühlmaus. Vermutlich wird es mehr als eine Wühlmaus sein.

Wühlmäuse vermehren sich nämlich sehr schnell. Daher sollten Sie die Wühlmausjagd auch unverzüglich starten, nachdem sie einen Befall festgestellt haben. Je eher sie den Nager vertreiben, desto weniger Aufwand müssen Sie betreiben.
Auch wenn Bäume und Sträucher nicht auf dem Speiseplan der Wühlmaus stehen, können sie hier Schaden anrichten.

Durch das Graben kann es passieren, dass der Boden derart gelockert wird, dass Bäume und Sträucher keinen Halt mehr finden. Besonders Jungpflanzen erleben so, wenn es blöd läuft, ihren ersten Frühling nicht. Es gibt allerdings Möglichkeiten bereits beim Setzen der Jungpflanzen, diese vor der Wühlmaus zu schützen.

Warum ist es nun wichtig die Tiere unterscheiden zu können? Ganz einfach: Sie wissen nun, was die Tiere gerne fressen und was nicht. Den Vegetarier Wühlmaus werden Sie also nicht mit Speck fangen können.

An dieser Stelle ein Hinweis: Maulwürfe stehen unter Schutz. Sie dürfen Maulwürfe nur vertreiben, aber nicht mit Ködern töten. Der Maulwurf ist auch überwiegend als Nutztier zu betrachten. Er richtet neben unschönen Haufen keinen Schaden an. Die Wühlmaus hingegen kann durch ihren Fraß große Schäden verursachen und darf auch mit Ködern oder anderen Gegenmitteln bekämpft werden.

Maulwurf oder Wühlmaus: Wie unterscheiden sich die Haufen?

Auch in der Art des Erdhaufens gibt es deutliche Unterschiede. Der Haufen der Wühlmaus ist eher flach. Außerdem sind häufig Grashalme oder Wurzeln im Haufen zu erkennen. Neben den Haufen werden Sie in Ihrem Garten auch irgendwo einen Zugang finden, durch den die Wühlmaus ins Erdreich eingedrungen ist.

Der klassische Maulwurfshaufen erinnert eher an einen Vulkan. Die haufen sind gleichmäßig rund. Viele Haufen deuten auf einen Maulwurf hin. Wenn Sie einen dieser Haufen öffnen und der darunter liegende Gang geht steil nach unten, handelt es sich sicher um einen Maulwurf.

Eine weitere Verdächtige – Die harmlose Spitzmaus

Die Spitzmaus gibt es in unterschiedlichsten Arten. Sie sieht ein wenig nach einer Mischung aus Maulwurf und Wühlmaus aus. Sie hat kleinere Augen und Ohren als die Wühlmaus. Die Spitzmaus ist auch kein Nager, der sich an Pflanzen zu schaffen macht. Das macht sie eher verwandt mit dem Maulwurf. Aber sie gräbt keine Tunnel. Dafür liebt sie Insekten. Sie stellt also für Ihren Garten keine Gefahr dar.

Dennoch muss erwähnt werden, dass Mäuse jeglicher Art über ihren Kot Krankheitserreger auf den Menschen übertragen können. Beim Beseitigen vom Mäusekot ist daher immer auf Hygiene zu achten. Tragen Sie Einmalhandschuhe und reinigen Sie das verwendete Werkzeug anschließend.

 

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